Nabelschnurblutpunktion

Die Untersuchung wird in der 16.SSW durchgeführt und entspricht in ihrem Ablauf der Amniozentese. Es wird allerdings kein Fruchtwasser, sondern aus der Nabelschnur kindliches Blut entnommen. Das Fehlgeburtsrisiko ist noch höher und liegt zwischen 1 und 3%. Das Erlebnis im Mutterleib ist vermutlich noch einschneidender. Die Nadel sticht nicht nur in das umgebende schützende Wasser sondern direkt in die Verbindung zur Mutter, die es mit allem versorgt. Vielleicht ist die höhere Fehlgeburtsrate auch gar nicht nur biologisch begründet, sondern teilweise auch eine Entscheidung des Kindes, das in diese unsichere Umgebung nicht geboren werden will?


29415901Chorionzottenbiopsie

In der 11.-13.SSW wird durch die Bauchdecke der Frau mit einer Hohlnadel Chorionzottengewebe entnommen, aus dem sich später der Mutterkuchen bildet. Mit relativ großer Sicherheit erlaubt das Verfahren die Diagnose von Chromosomenabweichungen und genetisch bedingten Stoffwechselstörungen. Das Fehlgeburtsrisiko liegt bei bis zu 3%. Das seelische Erleben des Kindes dürfte sich ähnlich gestalten wie bei Nabelschnurpunktion und Amniozentese.

Erst-Trimester-Screening

Zwischen der 11. und 13. SSW wird im Blut der Frau das Hormon HCG und der Eiweißwert PAPP-A besimmt. In Kombination mit dem Alter der Frau und der Nackentransparenzmessung errechnen Computerprogramme eine statistische Wahrscheinlichkeit für Chromosomenabweichungen und Herzfehler. Durchschnittlich 10 von 100 Frauen erhalten eine Falsch-Positiv-Diagnose, welche weitere Untersuchungen nach sich zieht. Siehe hierzu auch „Nackentransparenzmessung“

Doppler-Ultraschall

In der Regel wird in der 20.SSW der Durchfluss der Nabelschnur und anderer Blutgefäße untersucht. So lassen sich relativ sichere Aussagen über die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff und den Entwicklungsstand des kindlichen Herzens machen. Da das 10-fache des normalen Ultraschalls angewendet wird, ist der Einsatz des Doppler-Ultraschalls in der Frühschwangerschaft gefährlich und in der späteren Schwangerschaft sicherlich mehr als unangenehm fürs Kind. Es kommt zu einer Hitzeentwicklung – Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass diese menschliches Gewebe schädigen kann (bei Ratten und anderen Tieren ist dies bereits mehrfach belegt worden)i.

David Chamberlain berichtet von einer Ultraschalluntersuchung, bei der er sah, wie das Kind in utero sich vor dem Ultraschallgerät zu verstecken suchteii. Wenn die Kinder nach der Störungsquelle schlagen, sagen ÄrztInnen gern: „Oh, schauen Sie, es winkt!“ Mitunter ist ein Kind auch gar nicht gut zu sehen, weil es z.B. die Arme schützend vor den Körper legt (dies allerdings aber auch beim gewöhnlicherweise eingesetzten Ultraschall)