Bei der Nackentransparenzmessung handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung, die in 12. – 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird.. Dabei wird die Dicke der Nackenfalte gemessen, um das Risiko einer Chromosomenabweichung oder eines Herzfehlers abzuschätzen. Die Ergebnisse sind sehr ungenau. Zwei von 1000 bestehenden Chromosomenabweichungen bleiben unentdeckt, fünf unter 1000 werden richtig diagnostiziert, jedoch erhält auch ca. jede 20. Frau einen auffälligen Befund, obwohl ihr Kind kerngesund ist.

Die Untersuchung soll als Entscheidungsgrundlage für weitere invasivere Tests fungieren, welchen sich zu entziehen bei einem auffälligen Befund psychisch und rational sicherlich kaum möglich ist.

Jedes 20. Elternpaar erlebt also eine Zeit der Ungewissheit, der Ambivalenz(?), ob sie ein behindertes Kind behalten würden, des Bangens und Wartens, denn  auf die Testergebnisse der invasiveren Methoden wartet man durchschnittlich zwei Wochen. Diese Zeit der Unsicherheit hat sicherlich Auswirkungen auf die sich entwickelnde Beziehung zum Kind, welche plötzlich nur noch eine auf Probe ist.

Frauen berichten, dass sie diese Zeit des Wartens wie einen Bruch in der Beziehung zum Kind erlebt haben, der auch nach der Geburt noch anhalten kann.siehe u.a. Sparling JW, et al. The relationship of obstetric ultrasound to parent and infant behavior. Obstet Gynecol 1988;72(6):902-7.

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