Indikationen für einen Kaiserschnitt

Als absolute Indikationen für einen Kaiserschnitt gelten:

Ein Nabelschnurvorfall, dabei liegt die Nabelschnur vor dem Muttermund und versperrt quasi den Ausgang. Dies geschieht äußerst selten. Die Häufigkeit lässt sich allerdings erhöhen, indem man die Fruchtblase künstlich eröffnet. Derzeit 0,3% aller Geburten in Deutschland

Eine Querlage des Kindes. 0.3–0.6% aller Geburten.

Eine Plazenta Praevia, dabei liegt die Plazenta vor dem Muttermund und macht dem Kind den Durchtritt unmöglich. Um das Leben von Mutter und Kind zu erhalten, bleibt tatsächlich nur der Kaiserschnitt und es ist in diesem Fall eine Gnade, dass es ihn gibt. 0,5% aller Geburten, wobei eine Plazenta Praevia eher nach vorherigem Kaiserschnitt und eher bei Mehrgebärenden auftritt.

Eine vorzeitige Lösung der Plazenta, in ca. 1% aller Schwangerschaften, Rauchen und Bluthochdruck gelten als Risikofaktoren.

Der plötzliche Herzstillstand des Kindes. So wie bei Erwachsenen bleibt auch bei einem Baby dessen Herz ausgereift ist, dieses nicht plötzlich einfach so von allein stehen. vermutlich muss es unglaublichem Stress ausgesetzt sein, damit dies geschieht, ob wir die Ursachen kennen oder nicht, Bei einem von 30000 Kindern geschieht dies.

Die Summe all dieser Indikationen liegt bei ca. 2%.

Fragwürdige Indikationen, die aber häufig als absolute bezeichnet werden, sind Beckenendlagen (3–5%)  und Mehrlingsgeburten. Beide lassen sich jedoch durchaus auf natürlichem Wege gebären. Auch wenn es heutzutage nicht mehr so leicht ist, professionellen GeburtshelferInnen zu finden, die einen bei einer solchen Geburt begleiten, macht es vielleicht Mut zu wissen, dass die Geburt an sich problemlos möglich ist

Die Häufigkeit von (ausgetragenen) Mehrlingsschwangerschaften ist:

Zwillinge 1,2%

Drillinge 0,01%

Vierlinge 0,0002%

Nimmt man diese Indikationen hinzu und rechnet großzügig, dann landet man bei 8%.

Per Kaiserschnitt geholt werden aber in Deutschland ca. ein Drittel aller Kinder.

???